US-Steuerformular 1099-K: Wichtige Hinweise für US-Händler

Samstag, 4. Februar 2012  |   Firmengründung USA  |  3 Kommentare

Wenn Sie mit Ihrer US-Firma handeln und dabei Zahlungen über Kreditkartenfirmen, Paypal oder Amazon.com entgegennehmen, werden Sie in den nächsten Tagen eventuell Post von Ihrem Zahlungsabwickler erhalten und ein ausgefülltes US-Steuerformular 1009-K erhalten. Dieses, in diesem Jahr von der US-Steuerbehörde IRS neu eingeführte Formular löst viele Fragen aus, von denen wir die wichtigsten hier beantworten.

Wenn Sie mit Ihrer US-Corporation oder LLC Geschäfte machen, bedienen Sie sich sicherlich den Diensten von Firmen, die Kreditkartenzahlungen für Sie entgegennehmen und bearbeiten. Auch Paypal oder das Amazon-Händlerprogramm gehören zu diesen Anbietern. Gemäß des “Housing Assistance Tax Act” aus dem Jahre 2008 melden diese Zahlungsabwickler die für Ihr Unternehmen durchgeführten Zahlungen mit dem Formular 1099-K automatisch an die US-Steuerbehörde IRS, wenn Ihr Unternehmen im Steuerjahr 2011 einen Umsatz von mindestens $ 20.000 bei insgesamt mehr als 200 Transaktionen erzielt hat.

Sie erhalten von Ihrem Zahlungsabwickler eine Durchschrift, welche die für Sie an den IRS gemeldeten Umsätze enthält. Hierbei werden seitens des Zahlungsanbieters ausschließlich Ihre Einnahmen gemeldet. Ihre Ausgaben, auch die Ausgaben, die beispielsweise für Provisionen im Rahmen der Kreditkartenakzeptanz oder für Paypal-Gebühren anfallen, werden nicht erfasst.

1099-K - Wichtig für Firmengründer in den USAPrüfen Sie alle Angaben des 1099-K-Formulars
Bitte prüfen Sie die dort gemachten Angaben unbedingt und umgehend auf Korrektheit. Vielen Paypal-Kunden, die zwei Paypal-Konten unterhalten, berichten darüber, dass Ihre Umsätze doppelt und damit viel zu hoch an das IRS gemeldet wurde. Wenn dieses auch bei Ihnen der Fall sein sollte, setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Zahlungsanbieter in Verbindung und lassen Sie die für Sie an den IRS gemeldeten Umsätze korrigieren. US-Paypal-Kunden können ihr jeweiliges 1099-K-Formular unter “History -> Tax Documents” einsehen.

Führen Sie genau Buch über alle Ihre Ausgaben
Da nur die Einnahmen an den IRS berichtet werden, halten Sie genau Ihre Ausgaben fest, die aus dem Betrieb Ihrer USA-Firma resultieren. Insbesondere Paypal- und Kreditkartengebühren, die Ihnen von Ihrem Zahlungsabwickler in Rechnung gestellt werden, sollten Sie nicht vergessen, da diese nicht von Ihrem mit dem 1099-K autmatisch berichteten Umsätzen abgezogen werden.

Vorsicht Falle! Weitere Verwirrung vorprogrammiert
Wenn Sie dann die Steuererklärung für Ihre US-Firma anfertigen, in der Sie logischerweise auch Ihre betrieblichen Ausgaben berücksichtigen, werden Sie auf einen verwirrenden Hinweis stoßen: In allen Steuerformularen für das Steuerjahr 2011 wurde eine Zeile hinzugefügt, in der die Summe aus dem Formular 1099-K eingefügt werden soll. Die Anleitung zur Steuererklärung überrascht mit dem Hinweis, hier doch bitte schön $ 0.00 (in Worten: null US-Dollar) einzutragen (“Merchant card and third-party payments – for 2011: enter 0″)!

Wie nur aus detaillierteren Hinweisen des IRS zu entnehmen ist, wird auf die Angabe des Umsatzes aus dem Formular 1099-K fur das Steuerjahr 2011 noch verzichtet.

Wenn Sie diese Zeile trotzdem mit Ihren Werten aus dem 1099-K ausfüllen sollten und im weiteren Verlauf der Steuererklärung wie gewohnt Ihre Einnahmen und Ausgaben aufführen, führt das unweigerlich dazu, dass Einnahmen doppelt erfasst werden und höchst wahrscheinlich zu einer unberechtigt hohen Steuerlast führen.

Schnell handeln!
Wir raten Ihnen deshalb dringend, Ihre US-Steuererklärung dieses Jahr unbedingt mit professioneller Hilfe anzufertigen. Schieben Sie bitte dieses Thema nicht auf die lange Bank, denn die Steuererklärung für Ihre US-Corporation oder Multi-Member-LLC muss im Regelfall bis zum 15.03. eines Jahres beim IRS vorliegen! Zumindest Ihr Antrag auf Fristverlängerung sollte rechtzeitig erfolgen.

Gerne helfen wir Ihnen, die Steuererklärung für Ihre US-Corporation oder US-LLC anzufertigen. Bitte sprechen Sie uns einfach an.

3 Kommentare

  1. PRESS Network
    06. Feb 2012

    berichtet über diesen Artikel.

  2. TV Anker
    06. Feb 2012

    berichtet über unser Thema.

  3. BDZ Presse
    06. Feb 2012

    verlinkt auf diesen Beitrag.